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Nahrungsergänzung mit fetten Ölen

Pflanzenöle entstehen bei der Photosynthese im Stoffwechsel der Pflanzen. Hauptsächlicher Speicherort sind die Früchte der Pflanze (beispielsweise Nüsse) und die Samen. Für den Menschen sind hochwertige Fette essentiell. Er braucht sie unter anderem für einen intakten Stoffwechsel, die Bildung von Hormonen oder den Aufbau von Gewebe.

Für eine hohe Qualität von Pflanzenölen ist das Herstellungsverfahren ausschlaggebend. Wird dem Pflanzenmaterial bei der Herstellung zu viel Wärme zugeführt, ein Lösungsmittel zur Extraktion verwendet oder das gepresste Öl gebleicht, desodoriert, entschleimt oder entsäuert, sind die kostbaren Inhaltsstoffe verloren.

Hochwertige Pflanzenöle werden durch ausschließlich durch Kaltpressung gewonnen.

 

Welche Fette und Öle werden zur Ernährung verwendet?

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung beinhaltet die tägliche Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren (sogenannte „gesunde Fette“) aus Gemüse, Obst oder Öl. Um die Gesundheit positiv zu beeinflussen, können Pflanzenöle auch über einen bestimmten Zeitraum (3 bis 6 Wochen) ergänzend eingenommen werden. Dabei empfiehlt es sich 1 bis 2 Mal täglich 1 TL Pflanzenöl pur oder auf einem kleinem Stück Brot zuzuführen. Um die Inhaltsstoffe des Öls bestmöglich verwerten zu können, sollte es 30 bis 60 Minuten vor oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Ebenso ist bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten darauf zu achten, diesen Zeitabstand einzuhalten um Resorptionsstörungen zu vermeiden. Gesunde und beliebte Öle sind:

  • Hanfsamenöl
  • Nachtkerzenöl
  • Sanddornfruchtfleischöl
  • Schwarzkümmelöl

 

Hanfsamenöl (Canabis sativa, Moraceae)

Das Öl wird aus den kleinen Samen gewonnen und hat einen eingangs leicht bitteren, nussigen Geschmack. Im Hanfsamenöl findet sich ein einzigartiges, kostbares Zusammenspiel von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ebenso verfügt es über einen hohen Anteil (bis zu 2 %) an Gamma-Linolen-Säure, welche eine wichtige Rolle im Gehirnstoffwechsel spielt. Das Öl ist gekühlt zu lagern und die Haltbarkeit beschränkt sich nach dem Anbruch auf zwei Monate.

Unterstützend wird es angewendet bei:

  • Hautproblemen wie Neurodermitis, Akne oder Psoriasis
  • emotionale und/oder mentale Stresszustände
  • Überanstrengung
  • neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Morbus Parkinson
  • Hypercholesterinämie

Nachtkerzenöl (Oenothera biennis, Onagraceae)

Das Öl wird aus den winzigen Samen, die sich in den Fruchtkapseln befinden, gewonnen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich beim Nachtkerzenöl um eines der teuersten Pflanzenöle handelt. Durch den extrem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist es auch gekühlt nur sehr kurz haltbar und sollte binnen einem Monat verbraucht werden. Der Geschmack ist anfangs dezent erdig, minimal bitter und möglicherweise kann auch eine dumpfe Schärfe vernommen werden.

Unterstützend wird es angewendet bei:

  • Hautproblemen wie Neurodermitis, Akne, Psoriasis, Ekzemen oder Dermatitis
  • Multipler Sklerose
  • „Frauenleiden“ wie Beschwerden im Klimakterium, unerfülltem Kinderwunsch, PMS oder Dysmenorrhoe
  • rheumatischen Erkrankungen

 

Sanddornfruchtfleischöl (Hippophae rhamnoides, Elaeagnaceae)

Das intensiv orange farbige Öl wird aus den Früchten des Sanddornbaumes gewonnen. Der Geschmack ist eher neutral mit einer leicht fruchtigen Note. Im Sanddornfruchtfleischöl finden sich neben vielen ungesättigten Fettsäuren ein sehr hoher Anteil an Vitaminen und Flavonoiden. Auch dieses Öl sollte unbedingt gekühlt gelagert und rasch verbraucht (innert zwei Monaten) werden.

Unterstützend wird es angewendet bei:

  • Radiotherapie (bereits vor Bestrahlungsbeginn sinnvoll)
  • Sonnenallergie (bereits im Spätwinter damit beginnen)
  • allgemeinem Schwächegefühl, aber auch in Zeiten der Rekonvaleszenz
  • geschwächten Abwehrkräften

 

Schwarzkümmelöl (Nigella sativa, Ranunculaceae)

Aus den kleinen schwarzen Samen des Schwarzkümmels wird das Pflanzenöl gewonnen. Sein Geschmack ist sehr intensiv würzig und leicht krautig, kann jedoch in keiner Weise mit dem hier bekannten und verbreiteten Kümmel verglichen werden. Neben einem verhältnismäßig hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren sowie unterschiedlichen ungesättigten Fettsäuren, beiinhaltet es in Spuren auch Phytosterole, Vitamine und ätherisches Öl. Gekühlt hält sich das Öl nach dem Öffnen rund fünf Monate.

Unterstützend wird es angewendet bei:

  • Allergien und allergischen Beschwerden
  • Problemen im Gastrointestinaltrakt wie Verdauungsbeschwerden, Resorptionsstörungen, Verstopfung, Durchfall oder Sodbrennen
  • Asthma bronchiale, Bronchitis
  • Hautproblemen wie Neurodermitis oder Psoriasis
  • arterielle Hypertonie